In den Kommentaren am Launch-Tag auf Product Hunt erklären viele Menschen, wie sie arbeiten. Sie nennen ihr Tool, die fehlende Integration und den Preis, den sie zahlen würden. Das ist ein viel besserer Einstieg als jede kalte Vorlage. Hier zeigen wir Schritt für Schritt, wie aus solchen Kommentaren Gespräche auf LinkedIn werden.

Eines vorweg: Ein Kommentar zeigt, womit sich jemand gerade beschäftigt. Kaufbereit ist die Person deshalb noch nicht. Sehen Sie ihn als Anlass, genauer hinzuschauen.

1. Launches wählen, die zu Ihrem Angebot passen

Beginnen Sie mit Ihrem Wunschkunden statt mit dem Tagesranking. Notieren Sie Produktkategorie, Firmentyp, die Rollen, an die Sie verkaufen, und das Problem, das Sie lösen. Danach sehen Sie sich aktuelle Launches in dieser Nische an.

Angenommen, Sie helfen Anbietern von Developer-Tools beim Onboarding. Dann ist ein API-Produkt, in dessen Kommentaren es um Onboarding geht, für Sie mehr wert als die Consumer-App auf Platz eins. Speichern Sie zu jedem Launch Name, Link, Website, Datum und Kategorie und lesen Sie die Firmenwebsite, bevor Sie entscheiden, was Sie anbieten.

2. Kommentare mit Kontext exportieren

Ein Product-Hunt-Scraper macht aus einer Launch-Seite Datenzeilen, doch die Tools liefern unterschiedliche Felder. Testen Sie zuerst einen Launch und prüfen Sie, was ankommt: Antworten, Autoren, Links, Daten, Rollen. Fehlt ein Feld, lassen Sie es leer, statt den Wert zu raten.

Sie können jeden Launch-Link in unseren Product-Hunt-Scraper einfügen und erhalten Kommentare, Maker und ihre öffentlichen Links als CSV per E-Mail. Egal mit welchem Tool, behalten Sie diese Spalten:

SpalteWozu Sie sie brauchen
Launch-Name und LinkZeigt, womit das Gespräch begann
Launch-Datum und ExportdatumZeigt, wie aktuell das Signal ist
Kommentar, Link und AntwortenGibt Ihnen einen echten Bezugspunkt
Name und Product-Hunt-ProfilIdentifiziert die Person
Rolle: Maker, Team, Hunter oder KommentatorBestimmt den Einstieg der Nachricht
Firma und öffentliche LinksHilft beim Finden des LinkedIn-Profils
LinkedIn-Link und FundwegMacht die Zuordnung für andere prüfbar
StatusVerhindert Dubletten und ungeprüfte Kontakte

Trennen Sie Maker und Kommentatoren. Der Maker hat das Produkt gebaut. Ein Kommentator arbeitet vielleicht ganz woanders, womöglich sogar bei einem Wettbewerber. Schreiben Sie ihn deshalb nie so an, als gehöre ihm der Launch.

3. Die Kommentare wählen, die sich lohnen

Glückwünsche sagen nichts aus. Suchen Sie Kommentare, die einen aktuellen Workflow beschreiben, eine fehlende Integration ansprechen, eine echte Preisfrage stellen oder genau das Problem schildern, das Sie lösen.

Ein Beispiel: Jemand schreibt, dass seine Agentur Leads von Hand ins CRM kopiert, und fragt nach einem Export. Das ist ein guter Anlass für ein Gespräch über diesen Ablauf. Notieren Sie, was die Person tatsächlich gesagt hat, und getrennt davon, was Sie daraus schließen. So überschätzen Sie nicht, was Sie über sie wissen.

4. Das richtige LinkedIn-Profil finden

Einen Product-Hunt-Kommentator dem richtigen LinkedIn-Profil zuordnen

Beginnen Sie mit einem LinkedIn-Link, den die Person selbst veröffentlicht hat. Gibt es keinen, suchen Sie den Namen zusammen mit Firma oder Produkt und vergleichen Sie die Angaben, bevor Sie einen Treffer übernehmen.

Derselbe Name allein reicht nicht. Dieselbe Firma, eine passende Rolle oder eine Erwähnung auf der Team-Seite sind viel stärkere Belege. Das Profilfoto bestätigt höchstens, was Sie schon gefunden haben. Wir ordnen jede Person einer von drei Gruppen zu:

  • Bestätigt, wenn Firma und Rolle übereinstimmen.
  • Erneut prüfen, wenn der Treffer wahrscheinlich ist, aber ein Detail fehlt.
  • Überspringen, wenn es keinen sicheren Treffer gibt.

5. Eine erste Nachricht mit echtem Anlass schreiben

Nennen Sie eine Sache, die Ihnen aufgefallen ist, verbinden Sie sie mit Ihrem Angebot und stellen Sie eine einfache Frage. Verzichten Sie auf eine lange Vorstellung und bitten Sie in der ersten Nachricht nicht um einen Termin.

An einen Maker:

Hallo [Vorname], ich habe [Produkt] gestern auf Product Hunt gesehen. [Funktion] ist eine kluge Antwort auf [Problem]. Wir helfen [Zielgruppe], [konkretes Problem] zu lösen. Ist das nach dem Launch ein Thema für Sie?

An einen Kommentator:

Hallo [Vorname], ich habe Ihren Kommentar zu [Produkt] über [Workflow] gelesen. Genau daran arbeiten wir für [Zielgruppe]. Ist das in Ihrem Team noch ein Thema?

Sehen Sie diese Texte als Ausgangspunkt. Prüfen Sie jedes eingesetzte Detail und behaupten Sie nie, das Produkt getestet zu haben, wenn das nicht stimmt.

6. Recherche automatisieren, vor dem Versand prüfen

Die Recherche lässt sich gut automatisieren. Holen Sie täglich neue Launches, exportieren Sie die Kommentare, entfernen Sie Dubletten, ordnen Sie die Personen nach Rolle und suchen Sie ihre Profile. Danach liest jemand jeden Entwurf neben dem Originalkommentar, bevor er verschickt wird. Unklare Identitäten, bereits kontaktierte Personen und alle, die keinen Kontakt wünschen, fallen automatisch heraus.

Wenn Sie lieber die fertige Liste erhalten möchten, übernimmt eine Lidly-Daten-Pipeline diese Schritte und liefert die Zeilen in Ihr CRM oder Google Sheet, ab 200 US-Dollar pro Quelle.

7. Messen, was funktioniert

Zählen Sie Maker und Kommentatoren getrennt und unterscheiden Sie Kontaktanfragen von Nachrichten an bestehende Kontakte, denn die Zahlen unterscheiden sich stark. Vergleichen Sie immer denselben Zeitraum.

KennzahlSo zählen Sie
ProfiltrefferquotePersonen mit bestätigtem LinkedIn-Profil / recherchierte Personen
AnnahmequoteAngenommene Anfragen / gesendete Anfragen
AntwortquoteAntwortende Personen / angeschriebene Personen
Positive AntwortenInteressierte Antworten / angeschriebene Personen
TermineQualifizierte Termine / angeschriebene Personen
Zeit bis zum ErstkontaktStunden zwischen Kommentar und Ihrer Nachricht

Ein kurzes Rechenbeispiel: 40 Nachrichten und 8 Antworten ergeben eine Antwortquote von 20 Prozent. Sind 3 davon interessiert, liegt die Quote positiver Antworten bei 7,5 Prozent. Einen allgemeingültigen Richtwert für diesen Kanal gibt es nicht. Tetriz berichtet von etwa 70 Prozent angenommenen Anfragen für das eigene Launch-Publikum. Das zeigt, was möglich ist, mehr nicht.

Eine persönliche LinkedIn-Nachricht auf Basis eines Product-Hunt-Kommentars

Fangen Sie mit einem Launch an

Wählen Sie einen Launch in Ihrer Nische, exportieren Sie die Kommentare mit unserem kostenlosen Product-Hunt-Scraper und schreiben Sie fünf Nachrichten von Hand. Aus den Ergebnissen dieser ersten fünf Nachrichten lernen Sie mehr als aus jeder Tool-Liste. Wenn es funktioniert, skalieren Sie mit einem persönlichen Lead-Agenten.

FAQ

Kann ich Product-Hunt-Kommentare für die Leadgenerierung exportieren?

Ja. Mehrere Tools exportieren Launches, Kommentare und Profile. Testen Sie zuerst einen Launch und prüfen Sie, welche Felder Sie wirklich erhalten.

Verlinkt jedes Product-Hunt-Profil auf LinkedIn?

Nein. Viele tragen keinen Link ein. Lassen Sie das Feld leer und bestätigen Sie gefundene Profile auf anderem Weg.

Sind Product-Hunt-Kommentatoren warme Leads?

Ein Kommentar liefert Kontext und einen Anlass. Kaufbereit ist die Person deshalb noch nicht.

Kann ich LinkedIn-Outreach automatisieren?

Recherche, Profilabgleich und Entwürfe lassen sich automatisieren. Jede erste Nachricht sollte vor dem Versand ein Mensch lesen.

Was gehört in die erste Nachricht?

Ein korrektes Detail aus dem Launch oder Kommentar, warum Ihr Angebot passt, und eine einfache Frage. Steigen Sie bei Makern anders ein als bei Kommentatoren.