Google Maps führt fast jedes lokale Unternehmen mit Telefonnummer, Website und Bewertung. Wer an Zahnärzte, Restaurants oder Autohäuser verkauft, findet dort seine Interessenten. Schwierig ist nur, die Daten aus der Karte in eine Tabelle zu bekommen. Wir haben sieben kostenlose Wege verglichen und notiert, wo sie aufhören, kostenlos zu sein.
Wenn Sie nur die Datei brauchen, fügen Sie einen Suchlink in unseren kostenlosen Google-Maps-Scraper ein. Das Ergebnis kommt per E-Mail, meist innerhalb einer Stunde.
Welche Firmendaten Sie aus Google Maps extrahieren können
Jedes Unternehmensprofil zeigt dieselben öffentlichen Felder. Jeder Scraper arbeitet deshalb mit etwa dieser Liste:
- Firmenname und Kategorie
- Adresse, Postleitzahl und Koordinaten
- Telefonnummer und Website
- Bewertung und Anzahl der Rezensionen
- Öffnungszeiten
- Link zum Eintrag auf Google Maps
E-Mail-Adressen stehen nicht im Profil, sondern auf der Website der Firma. Dafür brauchen Sie einen zweiten Schritt, der jede Website besucht. Mehr dazu im Abschnitt über die Bereinigung.

Sieben kostenlose Wege, Google-Maps-Daten auszulesen
1. Von Hand kopieren
Suchen, jeden Eintrag öffnen und die Daten in eine Tabelle kopieren. Das kostet nichts und reicht für zwanzig oder dreißig Firmen. Bei etwa einer Minute pro Eintrag dauern hundert Firmen fast einen ganzen Nachmittag.
2. Chrome-Erweiterungen
Kostenlose Erweiterungen wie Instant Data Scraper lesen die geöffnete Trefferliste im Browser aus und speichern sie als CSV oder XLSX. So testen Sie eine Idee am schnellsten. Die Erweiterungen erfassen allerdings nur bereits geladene Einträge und funktionieren nach Layout-Änderungen von Google oft nicht mehr.
3. Apify
Apify betreibt fertige Google-Maps-Scraper in der Cloud. Der Gratis-Tarif enthält jeden Monat ein Guthaben von 5 US-Dollar (Apify-Preise), genug für einen kleinen Test. Größere Läufe werden pro tausend Einträge abgerechnet.
4. Outscraper
Ein Online-Scraper für Google Maps mit Abrechnung nach Verbrauch. Laut Website des Anbieters sind die ersten 500 Firmen kostenlos. Praktisch für eine Stadt und eine Branche.
5. Octoparse
Ein No-Code-Programm mit fertiger Vorlage für Google Maps. Im Gratis-Tarif ist die Zahl der Aufgaben begrenzt, und der Scraper läuft auf Ihrem eigenen Rechner, der bis zum Ende eingeschaltet bleiben muss.
6. Google Places API
Der offizielle Weg. Seit März 2025 gibt Google jeder Stufe der Places API ein kostenloses Monatskontingent statt des früheren Guthabens von 200 US-Dollar. Für die meisten SKUs sind das 10.000 Anfragen für Essentials, 5.000 für Pro und 1.000 für Enterprise (Preise der Google Maps Platform). Der Preis hängt von den abgefragten Feldern ab, Telefonnummer und Website sind Enterprise-Felder. Eine Text-Search-Anfrage liefert bis zu 20 Einträge, über alle Seiten höchstens 60. Sie brauchen trotzdem ein Google-Cloud-Konto, einen API-Schlüssel und etwas Programmierung.
7. Open-Source-Scraper in Python
Auf GitHub gibt es kostenlose Scraper auf Basis von Playwright oder Selenium. Der Code ist gratis. Betrieb, Anpassungen nach jedem Google-Update und der Umgang mit Sperren bleiben bei Ihnen.
Alle Wege im Vergleich
| Methode | Gratis-Umfang | Telefon und Website | Aufwand | Export |
|---|---|---|---|---|
| Von Hand kopieren | Unbegrenzt, langsam | Ja | Sehr hoch | Manuell |
| Chrome-Erweiterung | Nur geladene Treffer | Teilweise | Gering | CSV, XLSX |
| Apify | 5 US-Dollar pro Monat | Ja | Mittel | CSV, Excel, JSON |
| Outscraper | Erste 500 Firmen | Ja | Gering | CSV, Excel |
| Octoparse | Begrenzte Aufgaben | Ja | Mittel | CSV, Excel |
| Places API | 1.000 Enterprise-Anfragen pro Monat | Ja | Hoch | Eigener Code |
| Python von GitHub | Unbegrenzt, selbst betrieben | Ja | Sehr hoch | Eigener Code |
Google-Maps-Daten in Excel oder CSV exportieren

- Wählen Sie eine Branche und ein Gebiet, zum Beispiel Installateure in München.
- Lassen Sie den Scraper oder die Erweiterung über diese Suche laufen.
- Laden Sie das Ergebnis als CSV oder XLSX herunter und öffnen Sie es in Excel oder Google Sheets.
- Bereinigen Sie die Liste wie unten beschrieben und importieren Sie sie in Ihr CRM.
So sieht ein typischer Export aus. Die Firmen sind erfunden, die Spalten sind echt:
| Name | Kategorie | Stadt | Telefon | Website | Bewertung |
|---|---|---|---|---|---|
| Smile Dental Studio | Zahnarzt | Berlin | +49 30 1234567 | smile-dental.example | 4,8 (212) |
| Nord Auto Service | Autowerkstatt | Hamburg | +49 40 7654321 | nord-auto.example | 4,6 (98) |
| Green Leaf Cafe | Café | München | +49 89 5550101 | greenleaf.example | 4,7 (341) |
Warum eine Suche nie die ganze Stadt liefert
Im Browser endet die Trefferliste von Google Maps nach einer begrenzten Zahl von Einträgen, je nach Suche oft bei etwa 120. Die Text Search der Places API liefert höchstens 60. Eine einzelne Suche erfasst also nie alle Firmen einer Großstadt. Für eine ganze Stadt teilen Sie das Gebiet in Stadtteile oder Postleitzahlen auf, suchen jeden Teil einzeln und führen die Dateien zusammen. Verwandte Kategorien wie Zahnarzt und Kieferorthopäde bringen zusätzliche Treffer.
Liste bereinigen und E-Mail-Adressen finden
Ein Rohexport braucht immer eine kurze Bereinigung. Derselbe Eintrag taucht oft in zwei Suchen auf. Gleichen Sie deshalb zuerst über die Place ID ab. Ohne ID vergleichen Sie Name, Adresse und Koordinaten zusammen. Führen Sie Zeilen nicht nur wegen gleicher Telefonnummer oder Website zusammen, denn Filialen einer Kette teilen oft beides. Löschen Sie geschlossene Betriebe. Fehlt die Website oder ist sie offline, ist die Firma meist sehr klein und passt vielleicht nicht zu Ihrem Angebot.
E-Mail-Adressen finden Sie auf der Kontaktseite, im Footer oder im Impressum. Prüfen Sie jede Adresse vor dem Versand, sonst leidet der Ruf Ihrer Domain schnell.
Wann kostenlose Tools teuer werden
Für einen Test sind kostenlose Tools ideal. Bei größeren Mengen zahlen Sie mit Ihrer Zeit. Eine grobe Schätzung für die Arbeit von Hand:
| Ziel | Typischer Gratis-Weg | Ihr Zeitaufwand |
|---|---|---|
| 50 Firmen in einer Stadt | Erweiterung oder unser Gratis-Scraper | Etwa 30 Minuten |
| 1.000 Firmen in einer Stadt | Erweiterung und Aufteilung nach Stadtteilen | Ein bis zwei Tage |
| 10.000 Firmen in einem Land | Bezahlte API oder Cloud-Tool | Ein bis zwei Wochen |
Gekaufte Firmendatenbanken sind schnell verfügbar, veralten aber bald. Nummern ändern sich, Betriebe schließen, jede Woche kommen neue hinzu. Ein frischer Export zeigt die Karte so, wie sie heute ist, genau für Ihre Branche und Ihr Gebiet.
Wenn Sie es nicht selbst machen möchten
Dafür gibt es Lidly. Fügen Sie einen Suchlink in unseren kostenlosen Google-Maps-Scraper ein und erhalten Sie die Datei per E-Mail. Brauchen Sie eine ganze Stadt oder ein Land jede Woche neu, richten wir das als Daten-Pipeline ein, ab 200 US-Dollar pro Quelle. Eine Quelle ist dabei eine Plattform wie Google Maps.
FAQ
Gibt es einen wirklich kostenlosen Google-Maps-Scraper?
Ja. Kopieren von Hand, Chrome-Erweiterungen und unser Gratis-Scraper kosten nichts. Cloud-Tools und die Places API sind bis zu einem Monatslimit kostenlos.
Wie exportiere ich Google-Maps-Daten nach Excel?
Lassen Sie einen Scraper oder eine Erweiterung über Ihre Suche laufen, laden Sie die CSV- oder XLSX-Datei herunter und öffnen Sie sie in Excel. Entfernen Sie Dubletten über die Place ID oder über Name und Adresse zusammen.
Kann ich E-Mail-Adressen aus Google Maps auslesen?
Nicht direkt. Die Adressen stehen auf den Websites der Firmen, dafür brauchen Sie einen zweiten Schritt.
Warum liefert eine Suche nicht die ganze Stadt?
Die Trefferliste im Browser ist begrenzt, die Places API liefert höchstens 60 Einträge pro Suche. Teilen Sie die Stadt in Stadtteile auf und führen Sie die Ergebnisse zusammen.
Ist die Google Places API kostenlos?
Die meisten SKUs haben ein kostenloses Monatskontingent: 10.000 Anfragen für Essentials, 5.000 für Pro und 1.000 für Enterprise. Telefon und Website sind Enterprise-Felder.
Brauche ich Programmierkenntnisse?
Nein. Erweiterungen und unser Gratis-Scraper funktionieren ohne Code. Nur die Places API und die Python-Scraper erfordern Programmierung.



